Regenwasser sinnvoll vor Ort nutzen
Klimaschutz im Quartier: Weniger Asphalt, mehr Natur
Flächenentsiegelung mit Regenwasserversickerung
Was tun, wenn alte Garagen Platz verschenken und Regenwasser ungenutzt in die Kanalisation fließt? Im Herner Stadtteil Röhlinghausen haben wir beides auf einmal gelöst – mit einem Klimaschutzprojekt, das nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung mit mehr Parkraum und mehr Grün verbindet.
Mehr Platz, weniger Versiegelung
Sechs veraltete Garagen wurden abgerissen und durch einen modernen Garagenhof mit 12 Fertiggaragen und 6 zusätzlichen PKW-Stellplätzen ersetzt. Damit konnten wir der wachsenden Nachfrage nach Parkmöglichkeiten im Quartier gerecht werden. Gleichzeitig wurden die alten Asphaltflächen der Zufahrt und des Hofes entfernt und durch versickerungsfähiges Pflaster ersetzt – Regenwasser kann nun direkt vor Ort in den Boden versickern, anstatt die Kanalisation zu belasten.
Das Herzstück: Die Mulden-Rigole
Im angrenzenden Grundstück hinter den Wohnhäusern wurde eine sogenannte Mulden-Rigole angelegt. Eine Rigole ist ein unterirdischer Pufferspeicher: Ein Graben wird mit porösem Schüttmaterial gefüllt, das Regenwasser aufnimmt und es langsam durch Sohle und Wandung in den Untergrund versickern lässt. Oberirdisch wurde die Fläche als insektenfreundliche Rasenmulde gestaltet – ein kleiner Beitrag zur Artenvielfalt mitten im Quartier.
Vier Wohnhäuser, zwölf Garagen – komplett abgekoppelt
Das Niederschlagswasser der vier angrenzenden Wohnhäuser mit insgesamt 24 Wohneinheiten sowie der 12 Garagen wird nun vollständig vom Kanalnetz abgekoppelt und direkt in die Rigole eingeleitet. Insgesamt konnten so 1.186 m² Fläche aus dem Kanalnetz herausgelöst werden – das entlastet die städtische Infrastruktur und schont die Umwelt.
Grüne Dächer als Bonus
Auch die Dächer der neuen Garagen leisten ihren Beitrag: Sie wurden begrünt und tragen damit zusätzlich zur Rückhaltung von Regenwasser, zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Förderung der Artenvielfalt bei.
Gefördert durch die Emschergenossenschaft
Das Projekt wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative "Klima.Werk" der Emschergenossenschaft gefördert, die Maßnahmen zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung im Emschergebiet unterstützt. Von der Maßnahme profitieren auch unsere Mieterinnen und Mieter direkt: Die Abkopplung vom Kanalnetz senkt die anfallenden Niederschlagswassergebühren und trägt damit zur Entlastung der Nebenkosten bei.
Dieses Projekt zeigt: Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Mit dem richtigen Ansatz entstehen aus ungenutzten Flächen lebendige, nachhaltige Quartierslösungen, die Mensch und Natur gleichermaßen zugutekommen.
Projektbeteiligte und Förderung
Wohnungsgenossenschaft Selbsthilfe Wanne-Eickel eG. Gefördert im Rahmen der Zukunftsinitiative Klima.Werk der Emschergenossenschaft.
Lageplan
Anschrift
Weniger Asphalt, mehr Natur: Flächenentsiegelung Fritz-Reuter-Straße
Fritz-Reuter-Straße 1-7
44651 Herne-Röhlinghausen
Deutschland
02325 58938-0
info@wsw-herne.de
Fritz-Reuter-Straße 1-7, 44651 Herne-Röhlinghausen
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Kontaktinformationen
Daniela Schwarz
Wohnungsgenossenschaft Selbsthilfe Wanne-Eickel eG
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Fritz-Reuter-Straße 1-7, 44651 Herne-Röhlinghausen
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